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20.10.2026

Alexander Funk ist neuer Vorsitzender der SKG

Die Mitglieder­ver­samm­lung der Saarländi­schen Krankenhaus­ge­sell­schaft (SKG), der Dachverband der saarländi­schen Krankenhaus­trä­ger, hat am 20.10.2026 turnusgemäß Alexander Funk, Geschäfts­füh­rer der cts, zum Vorsitzen­den gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Herr Dr. Christian Braun, Geschäfts­füh­rer des Klinikums Saarbrücken, wurde zum stellvertre­ten­den Vorsitzen­den gewählt.
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Wie bereits in den vergangenen Jahren fand die SKG-Mitglieder­ver­samm­lung auch in diesem Jahr in wirtschaft­lich dramatischen und unsicheren Zeiten für die Krankenhäu­ser statt. Seit Jahren stehen steigende Ausgaben einer unzureichen­den Entwicklung der Einnahmen gegenüber. Gleichzei­tig wachsen die Anforderun­gen an Dokumenta­tion, Nachweise, Kontrollen und Qualitäts­si­che­rung sowie kleinteilige Personalvor­ga­ben. Das GKV-Beitragssatz­sta­bi­li­sie­rungs­ge­setz verschärft die finanzielle Belastung zusätzlich. Auch der heute im Kabinett verabschie­dete neue Krankenhaus­plan lässt viele Fragen offen. 

 

„Die Krankenhaus­re­form, die einer Revolution gleichkom­men sollte, wird im nächsten Jahr in Gestalt eines neuen Krankenhaus­pla­nes Wirklichkeit werden. Im Vorfeld der Leistungs­grup­pen-Zuweisung durch das Land haben sich die Krankenhäu­ser freiwillig und manchmal unter mehr oder minder großem politischen Druck neu sortiert und ihr Leistungs­spek­trum überarbei­tet“, so der SKG-Geschäfts­füh­rer, Dr. Thomas Jakobs. „Ob es mit der Reform gelingt, eine bestmögli­che, wohnortnahe und wirtschaft­lich auskömmli­che stationäre Versorgung zu sichern, kann zum gegenwärti­gen Zeitpunkt nur gehofft werden. Denn bis heute sind viele Fragen wie z.B. die Mindestfall­zah­len für die Leistungs­grup­pen und die onkochirur­gi­schen Eingriffe nicht geklärt“, so Jakobs weiter.  Die Vorhalte-Finanzierung, die die Krankenhäu­ser wirtschaft­lich besserstel­len soll, wird erst im Jahr 2030 vollumfäng­lich eingeführt – in der aktuellen Ausgestal­tung laut SKG eher ein bürokrati­sches Monster und keine echte Vorhaltever­gü­tung, da sie wieder gekoppelt sein soll an die erbrachte Leistung.

 

Auch Herr Minister Dr. Jung betont in seinem Grußwort, dass sich die Krankenhaus­ver­sor­gung in einer Phase tiefgreifen­der Veränderun­gen befindet. „Steigende Kosten, der Fachkräfteman­gel, neue gesetzliche Rahmenbedin­gun­gen und der medizinische Fortschritt stellen unsere Krankenhäu­ser vor große Herausfor­de­run­gen“, so Minister Dr. Jung. „Zugleich bleibt der Anspruch der Landesregie­rung unverändert: Die Menschen im Saarland müssen sich auch in Zukunft auf eine hochwertige, verlässli­che und erreichbare medizinische Versorgung verlassen können“, so Dr. Jung weiter. Mit dem Krankenhaus­plan 2027–2035 schafft die Landesregie­rung aus Sicht von Minister Dr. Jung eine zukunftsfä­hige Grundlage für die medizinische Versorgung im Saarland, die höchste Qualität mit regionaler Erreichbar­keit vereint. „Unser Ziel ist es, die bestehenden Standorte gezielt zu stärken und die Leistungen so aufeinander abzustimmen, dass eine hochwertige Versorgung in allen Regionen dauerhaft gesichert bleibt. Um diese Vision zu realisieren, treiben wir die notwendigen Investiti­o­nen in eine moderne Infrastruk­tur voran und setzen auf einen engen, partnerschaft­li­chen Dialog mit den Krankenhaus­trä­gern sowie die wertvolle Arbeit der Fachkräfte in unseren Kliniken“, führt Dr. Jung weiter aus.

 

Im Mittelpunkt der Beratungen der SKG-Mitglieder­ver­samm­lung standen unter dem Motto „Sparen, umbauen, trotzdem versorgen – Worauf können die Krankenhäu­ser zukünftig vertrauen“ die Erwartungen der SKG an die - im Hinblick auf die im kommenden Jahr anstehende Landtagswahl - Landespoli­tik, aber auch an die Bundespoli­tik und die Selbstver­wal­tungs­part­ner.

 

„Wir erwarten, dass die Landespoli­tik die Krankenhäu­ser in dieser schwierigen Lage nicht allein lässt und deshalb einen Nothilfe-Fonds auflegt und die Investiti­ons­för­de­rung deutlich erhöht, damit die bedarfsnot­wen­di­gen Krankenhäu­ser ihre Arbeit tun können“, so der neue SKG-Vorsitzende, Alexander Funk. „Wir erwarten weiter, dass die Landesregie­rung sich entschieden und klar zugunsten der Krankenhäu­ser auf der Bundesebene positioniert“, so Funk weiter. 

 

Von der Bundesregie­rung und den sie tragenden Fraktionen erwartet die SKG Verlässlich­keit und Klarheit, damit die Krankenhäu­ser bei ihren Planungsent­schei­dun­gen eine Sicherheit haben. „Zudem sollen sich die Regularien zur Krankenhaus­fi­nan­zie­rung an den objektiven Erfordernis­sen orientieren und nicht nur an den Beitragsein­nah­men der GKV“, so der SKG-Geschäfts­füh­rer, Dr. Thomas Jakobs.

 

„Wer von den Leistungs­er­brin­gern Einsparun­gen in Milliarden­höhe abverlangt, der nimmt billigend in Kauf, dass diese ihre Leistungs­an­ge­bote auf den Prüfstand ihrer zukünftigen wirtschaft­li­chen Tragfähig­keit stellen müssen. Konkret bedeutet das: Nicht mehr was bisher an Leistungen geplant war, sondern was sich die Kliniken zukünftig noch leisten können, wird darüber entscheiden, wie die zukünftige Versorgungs­land­schaft aussieht“, so der stellvertre­tende SKG-Vorsitzende, Dr. Christian Braun.

 

In Richtung der Kostenträ­ger und der Kassenärzt­li­chen Vereinigung äußerte die SKG die Erwartung von Verhandlun­gen auf Augenhöhe und partnerschaft­li­cher Zusammena­r­beit. Zudem müsse die ausgeprägte Misstrauens­kul­tur gegenüber den Krankenhäu­sern ein Ende finden.

 

Mit Blick auf die anstehende Notfallver­sor­gung fordert die SKG dazu auf, die Realitäten anzuerken­nen. Obwohl der Sicherstel­lungs­auf­trag für die ambulante Notfallver­sor­gung ausschließ­lich bei den niedergelas­se­nen Ärzten liegt, gelingt es diesen nicht, diese ohne Unterstüt­zung der Krankenhäu­ser rund um die Uhr sicherzustel­len.

 

© Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG)

 

Info: Die Saarländische Krankenhausgesellschaf t e.V. ( SKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger im Saarland. Sie vertritt seit 1950 die Interessen von gegenwärtig 18 Krankenhäusern des Saarlandes in der Landes - wie Bundespolitik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr. Die saarländischen Krankenhäuser versorgen jährlich stationär etwa 248.000 Patienten. Mit zusammengenommen rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber des Saarlandes.

 

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