04.03.2010

Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux gegründet

Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux bündelt Hilfe zum Thema Inkontinenz

 

 

Eröffnung am Samstag, 03. Februar 2007, in Saarbrücken

  

Kontakt:
Frauenklinik des CaritasKlinikums Saarbrücken, Rheinstraße 2, 66113 Saarbrücken

Telefon: 06 81- 4 06 - 13 01

 

 

Über fünf Millionen Frauen leiden in Deutschland unter Funktionsstörungen des Beckenbodens. Diese Frauen haben dabei teilweise erhebliche Unterleibs- und Rückenbeschwerden, verbunden mit einer Blasenschwäche, die die Lebensqualität beeinträchtigt: Die betroffenen Frauen vermeiden Reisen oder andere normale Aktivitäten des alltäglichen Lebens wie Spaziergänge, Einkaufsbummel, Reisen oder Treffen mit Freundinnen und andere soziale Kontakte. Besonders bei älteren Frauen kann dies zu Vereinsamung, Depression und anderen Erkrankungen führen.

 

Aber auch Männer können im Alter Probleme mit dem Stuhl- oder Urin-Halten-Können bekommen.

 

Um den betroffenen Frauen und Männern gebündelt Hilfe zum Thema Inkontinenz anbieten zu können, entsteht erstmals im Südwesten Deutschlands das Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux.

 

Mit speziell qualifizierten niedergelassenen Frauenärzten und  Urologen arbeiten Fachärzte aus den Krankenhäusern St. Josef in Dudweiler und Caritatsklinik St. Theresia (SB-Rastpfuhl) im Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux zusammen. Aus den oben genannten Saarbrücker Krankenhäusern werden notwendige Spezialkenntnisse auf den Gebieten der Frauenheilkunde, Koloproktologie, plastischen Chirurgie, Neurologie sowie Psychosomatik in die Diagnostik und Therapie eingebracht. Ferner besteht fachübergreifend im Beckenbodenzentrum eine fortlaufende Qualitätssicherung und eine wissenschaftliche Begleitung der Behandlungsergebnisse ist sichergestellt.

 

 

Im Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux sollen – erstmals über Landesgrenzen hinweg – besondere Kompetenzen sowohl in fachlicher als auch organisatorisch-struktureller Art gebündelt werden und neue Kooperationspartner auch über die Landesgrenzen hinaus gewonnen werden. Der Gesundheitsmarkt in der Großregion Saar-Lor-Lux wächst zusammen: Die Namensgebung „Saar-Lor-Lux“ gibt diese Ausrichtung für das Beckenbodenzentrum vor.

 

Damit sind die beteiligten Partner genau auf der Höhe der Zeit: Im November verabschiedete der Bundesrat den Gesetzentwurf zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich zwischen Deutschland und Frankreich. Das Ziel definiert Gesundheitsministerin Ulla Schmidt folgendermaßen: „Durch die Zusammenarbeit von Gesundheitseinrichtungen diesseits und jenseits der Grenze haben die Menschen in der Grenzregion einen leichteren Zugang zur Gesundheitsversorgung, sei es im fachärztlichen oder auch im stationären Bereich. Damit wird eine bestmögliche wohnortnahe Versorgung sichergestellt."

 

Das Beckenbodenzentrum Saar-Lor-Lux wird am Samstag, 03. Februar, um 10.30 Uhr in der Modernen Galerie Saarbrücken eröffnet.

 

Hintergrund:

 

Vor allem bei der Frau haben neueste Erkenntnisse über die funktionelle Anatomie des Beckenbodens in den vergangenen Jahren zu einer Neubewertung der Behandlung der Beckenbodenschwäche geführt. Eine Vielzahl neuer Verfahren ist entwickelt worden, um Frauen auch ohne Operation Linderung und Gesundung zu ermöglichen: beispielsweise ein spezielles Beckenbodentraining und Möglichkeiten der Selbstbehandlung mit Beckenboden-Therapeutika wie Würfelpessaren.

 

Daneben sind neue Verfahren für die operative Behandlung des Beckenbodens und der Inkontinenz entwickelt und wissenschaftlich geprüft worden, die die Vorteile einer hohen Wirksamkeit des Operationserfolges mit denen der „Patientinnenfreundlichkeit“ verbinden. Besonders haben so genannte minimalinvasive Techniken und die Einführung von innovativen Netz– und Bandtechniken hierzu beigetragen.

 

Die Beschwerden durch die Operationen gegen Inkontinenz sind heute so gering, dass der Eingriff oft sogar mit örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann und nach größeren Beckenbodenoperationen, die in regionaler Betäubung oder Allgemeinnarkose erfolgen, noch am Operationstag ein kurzer Spaziergang vor dem Bett und eine normale Nahrungsaufnahme möglich sind. Der Schmerzmittelbedarf hat sich ebenfalls deutlich reduziert. Somit gibt es weniger Nebenwirkungen und eine viel raschere Erholungsphase nach der Operation.

 

Vorraussetzung für die optimale Behandlung auf der Grundlage der neuesten Erkenntnisse und Möglichkeiten ist das perfekte Zusammenspiel von Ärzten und Pflegekräften verschiedener Fachgebiete aus niedergelassener Praxis und Klinik in Kooperation mit speziell ausgebildeten BeckenbodentherapeutInnen und KrankengymnastInnen.

 

Die beste Organisationsform stellt hierfür ein interdisziplinäres und intersektorales „Beckenbodenzentrum“ dar.

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