12.05.2019

Gemeinsam gegen den Krebs

Spannende Einblicke in die moderne Krebsmedizin und fundiertes Expertenwissen aus erster Hand das bot die Veranstaltung „Gemeinsam gegen Krebs“ im CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia.

Krebs ist heute oft kein unausweichliches Schicksal mehr. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Krebs“ gaben Experten des CaritasKlinikums Saarbrücken St. Theresia Betroffenen und Interessierten spannende Einblicke in die moderne Krebsmedizin und lieferten viele relevante Informationen aus erster Hand.


Die Behandlung onkologischer Erkrankungen ist einer der Schwerpunkte der CaritasKlinikums. Das zertifizierte Onkologische Zentrum am CaritasKlinikum Saarbrücken, das einzige durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte Onkologische Zentrum im Saarland, bietet eine umfassende, ganzheitliche und dauerhafte Betreuung bei den verschiedensten Krebserkrankungen. Ein abgestimmtes Netzwerk von Experten verschiedener Fachgebiete kooperiert eng miteinander und ermöglicht so die Erstellung leitliniengerechter, interdisziplinärer Diagnose- und Behandlungskonzepte.


„Wir haben mehrere Mitarbeiter mit entsprechender Expertise im Team. Damit ist gewährleistet, dass immer ein Spezialist vor Ort ist“, erklärte Dr. med. Mustafa Deryal, Chefarzt des Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde sowie Ärztlicher Leiter Brustzentrum Saar Mitte, das bereits 2004 zertifiziert wurde. „Weiterhin ist es entscheidend, dass sich die Spezialisten verstehen und zusammenarbeiten. Wir haben eine hohe Fallfrequenz. Das bedeutet große Sachverständigkeit und vor allem hohe Patientensicherheit“, ergänzten Prof. Dr. med. Ralf Metzger, Leiter Darmkrebszentrum, und Prof. Dr. med. Manfred P. Lutz, Chefarzt der Gastroenterologie.


Dass sich das CaritasKlinikum nicht auf Strukturmaßnahmen der Vergangenheit ausruht, machte auch cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer deutlich: „Viele Erkrankungen haben heute nicht nur eine Ursache und es gibt in vielen Fällen nicht nur einen Behandlungsweg. Dort setzt unser Zentrumsgedanke an. Gemeinsam, und das genau ist der Kern des Zentrums, erarbeiten die Experten der unterschiedlichen Fachgebieten individuell abgestimmte Behandlungen aus einer Hand. Nach modernsten Standards, höchsten Qualitätsanspruch, unter Einbeziehung neuer Therapien und neuer technischer Geräte.“ Dies bestätigt auch Frau Margret Reiter, Kaufmännische Direktorin des CKS und betont, dass der Patient und damit der Mensch im Vordergrund steht.


Grußworte der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann überbrachte Dr. Bernd Hollecek, Leiter des saarländischen Krebsregisters. Er bestätigte, dass Krebsbehandlung interdisziplinär sein muss. „Onkologische Zentren geben kooperativen Netzwerken eine verbindliche Struktur und tragen so zur Etablierung einer flächendeckenden Verbesserung der Behandlungsqualität in der Onkologie in Deutschland bei.“


Im Anschluss sprach Professor Dr. med. Michael Clemens, der Leiter des Onkologischen Zentrums, über die viel diskutierte Immuntherapie. „Es gibt viele Erkrankungen, bei denen wir bereits diese Immuntherapie erfolgreich einsetzen. Unser Weg in der Medizin geht dahin, dass wir die Tumorzellen immer genauer untersuchen“, erklärte Professor Clemens.


Eine der Höhepunkte war die große Podiumsdiskussion, moderiert von Sabine Ertz vom saarländischen Rundfunk. Experten aus den Fachgebieten, Therapeuten und Betroffene standen Rede und Antwort. Mut machte die Geschichte von Krebspatientin Monika Hendrich, die 2012 an Darmkrebs erkrankt ist. „Ich bin in guten Händen und fühle mich im Caritasklinikum sehr gut aufgehoben. Es wird alles getan, dass es besser, schneller und funktioneller läuft. Ich habe vollstes Vertrauen.“


Neben speziell ausgebildeten Pflegekräften stehen den Patienten auch Fachleute aus dem Bereich Psychoonkologie zur Verfügung. Dipl.-Psychologin Barbara Ninnemann-Ohligschläger sprach über Belastungen, Unsicherheiten und Ängste der Betroffenen. „Es gibt ein niederschwelliges Angebot in der Klinik. Wir sind für alle ansprechbar und ein Gespräch ist jederzeit problemlos möglich“, erklärte sie und bestätigte, dass eine psychoonkologische Betreuung in jeder Phase zu Rate gezogen werden kann. Auch Pikko-Onkolotsin Susanne Welsch bietet Betroffenen Orientierung, gibt Hilfestellung und füllt die Informationslücken von Patienten und Angehörigen.


Einen weiteren Baustein bildet die palliativmedizinische Betreuung. Nicht alleine zu sein, umfassend betreut und möglichst ohne Symptome zu sein hat für das Team der Palliativstation unter der Leitung von Oberärztin Dr. med. Frauke Backes am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia oberste Priorität: „Wir besuchen fast 500 Patienten im Jahr auf den Stationen und begleiten sie in den verschiedenen Krankheits- und Therapiephasen in denen Beschwerden auftreten. Wir sind im Saarland sehr gut vernetzt. Es gibt kein Entweder-oder, sondern nur eine Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen.“


Zur interdisziplinären Behandlung gehören ebenso Koordinatorin und Oberärztin Dr. med. Justyna Beszczynska und Medizinphysiker Dr. rer. med. Jörg Müller, die Einblicke in den Alltag und ihre Arbeit gewährten.
Die Veranstaltung gab neben vielzähligen Informationsständen von Kooperationspartnern, Selbsthilfegruppen und Verbänden im Anschluss für die Besucher die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs mit den Fachärzten, das besonders attraktiv für Betroffene war.


„Wir alle hier haben nur ein Ziel, Ihnen zu helfen, sie zu beraten und viel Gutes zu tun“, sagte der Ärztliche Direktor Professor Dirk Pickuth zum Abschluss einer informativen Veranstaltung mit viel Input und bleibenden Eindrücken. Der lang anhaltende Applaus und das Lob der Besucher legten den Schluss, dass der Vormittag das Ziel, „Gemeinsam gegen Krebs“, auch erreicht hatte.

 

Text und Bild: Silke Frank

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