15.09.2017

Hand in Hand für die Patienten

Unter dem Motto „Hand in Hand: Sicherheit für uns und unsere Patienten“ hat das CaritasKlinikum Saarbrücken am 12. September seinen jährlichen „Tag der Händehygiene“ veranstaltet – Rund 150 Mitarbeiter nahmen das Angebot wahr.

Dreimal auf den Hebel drücken, dann verreibt Hebamme Astrid Kany gewissenhaft die durchsichtige Händedesinfektionsflüssigkeit zwischen ihren Fingern. Danach hält sie die Hände in die Black Box, die genau anzeigt, wie gründlich die Reinigung war. „Das sieht doch schon mal ganz gut aus“, sagt René Steffen, Fachkraft für Krankenhaushygiene am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia. Alles, was weiß leuchtet, wurde ausreichend gereinigt. Lediglich unterhalb der Fingernägel sind ein paar kleine Stellen nicht erwischt worden. „Man denkt, man macht alles richtig; aber wenn man genau hinschaut, könnte man doch noch etwas gründlicher sein“, sagt Astrid Kany. „Ich arbeite zwar schon seit 20 Jahren im Krankenhaus, aber es ist gut, das eigene Wissen immer mal wieder aufzufrischen.“


Und genau zu diesem Zweck – das vorhandene Wissen aufzufrischen und neue Erkenntnisse weiterzugeben – veranstaltet das CaritasKlinikum Saarbrücken für die Mitarbeiter der beiden Standorte St. Theresia Saarbrücken und St. Josef Dudweiler jedes Jahr einen „Tag der Händehygiene“. Hauptverantwortlich für die Organisation und Durchführung ist Bianca Bienmüller, als studierte Hygienemanagerin ist sie am CaritasKlinikum Saarbrücken übergeordnet verantwortlich für das Thema Hygiene. "Es gibt viele Vorschriften, aber es ist immer wieder wichtig, die Umsetzung in der Praxis ins Gedächtnis zu rufen. Händehygiene muss zum Automatismus werden. Das erfordert natürlich auch eine gewisse Zeit, aber der Desinfektionsvorgang muss nicht unbedingt an Ort und Stelle durchgeführt werden. Wenn man ein Patientenzimmer betritt, hängt zum Beispiel direkt am Eingang der Spender. Auf dem Weg zum Patienten und beim Gespräch kann man die Desinfektion schon durchführen.“


Auch die Auszubildenden Anne Kreutzer und Tamara Langer wollen an der Black Box sehen, ob sie die Desinfektion richtig durchführen. Im Anschluss überprüft Hygienefachkraft René Steffen die Feuchtigkeit der Haut. Anne Kreutzer hat einen Wert von 26 – das ist sehr trocken. „Wascht euch nicht zu oft die Hände, das trocknet aus“, empfiehlt Steffen. Das Desinfektionsmittel selbst hingegen wirke rückfettend. Zusätzlich gibt er der jungen Frau eine fetthaltige Pflegecreme mit.


Zwei Meter weiter liegt in einem Krankenhausbett die Trainingspuppe Egon. Überall am Bett verteilt, auf dem Kissen, der Decke, der Kanüle, aber auch am Patienten selbst, kleben rote Hände als Markierungen. „Wir wollen deutlich machen, wo überall die Kontaktpunkte sind“, erklärt Bianca Bienmüller.
Knapp 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Berufsgruppen des CaritasKlinikums haben das Angebot des Tages der Händehygiene wahrgenommen – ein voller Erfolg. Zusätzlich zum jährlichen Aktionstag gebe es viele weitere Einzelmaßnahmen, zum Beispiel Schulungen, schriftliche Informationen sowie die gezielte Beobachtung des Verbrauchs von Händedesinfektionsmitteln, betont Pflegedirektor Guido Weiskopf.


„Hygiene hat bei uns einen äußerst hohen Stellenwert“, sagt der Ärztliche Direktor des CaritasKlinikums Saarbrücken, Prof. Dr. Dr. Dirk Pickuth. „Die hygienische Händedesinfektion gilt weltweit als die wirksamste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten in Gesundheitseinrichtungen.“