31.10.2019

Reibungslose Abläufe auch im Notfall

CaritasKlinikum Saarbrücken beteiligte sich an Katastrophenschutzübung des Gesundheitsministeriums

 

Kurz nach 10 Uhr am Samstagmorgen trifft die Nachricht der Rettungsleitstelle ein: Terroranschlag an einer Saarbrücker Saarbahn-Haltestelle – die Verletzten werden jetzt an die Krankenhäuser verteilt, das CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia muss sich auf mehrere Patienten mit Schussverletzungen einstellen. Die Nachricht ist zum Glück nur ein fiktives Szenario im Rahmen einer groß angelegten saarlandweiten Übung, trotzdem werden sofort alle Alarmpläne aktiviert und die Rufketten in Gang gesetzt.


Wenige Minuten später kommt der erste Patient – jedoch nicht wie erwartet mit dem Krankenwagen über die Notaufnahme, sondern zu Fuß durch den Haupteingang. Er kollabiert direkt an der Pforte. Sofort sind Ärzte und Pflegekräfte zur Stelle, versorgen seine Wunden, legen ihn auf eine Trage und bringen ihn in den Schockraum. Die nächste Patientin kommt in der Notaufnahme an, wo das Team schon bereit steht. „Frau Müller, Alter unbekannt, Schrappnell-Verletzung“, gibt der Rettungssanitäter die Eckdaten durch. In der Ambulanz übernimmt dann Notfallärztin Iris Ostertag die weitere Versorgung: „Intubation vorbereiten. Ich brauche eine Beatmungsmaske.“


Im Minutentakt treffen jetzt die Patienten ein. Auch das Team aus Ärzten, Pflegekräften, aus Technik und Verwaltung wird immer größer. Viele hatten eigentlich frei und wurden zuhause angerufen. Ein Wegeleitsystem wird abgeklebt, alle arbeiten Hand in Hand. Professor Andreas Sielenkämper, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Beauftragte für interne und externe Gefahren, verteilt die Ärzte und hat stets den Überblick über alle Patienten, die je nach Schwere der Verletzung auf die drei eingerichteten Schockräume aufgeteilt werden. Auch die Seelsorge ist zwischenzeitlich eingeschaltet, um Angehörige zu betreuen. Pflegedienstleiterin Silvia Mauer hat die Lotsen-Funktion am Eingang übernommen: Der Zugang ist gesperrt und die Besucher müssen umgeleitet werden.


Um 11:30 Uhr wird die Übung für beendet erklärt. 25 Ärzte, 62 Pflegekräfte sowie knapp 20 Mitarbeiter aus Haustechnik und Verwaltung waren zusätzlich von zuhause gekommen. „Ich bin sehr stolz darauf, wie reibungslos alles funktioniert hat. Damit das auch im Ernstfall so gut klappt, ist es wichtig, dass wir regelmäßig trainieren“, sagen die kaufmännischen Direktoren, Margret Reiter und Thomas Gärtner. „Alle Mitarbeiter haben sehr ruhig und konzentriert gearbeitet – das war vorbildlich.“


Die Großschadensübung wurde vom saarländischen Gesundheitsministerium durchgeführt, das für die Einhaltung der Krankenhausalarmplanverordnung zuständig ist. Insgesamt vier saarländische Krankenhäuser waren an diesem Samstag mit verschiedenen Szenarien beteiligt. Die Abläufe sowie das Verhalten der Mitarbeiter wurden dabei von externen Beobachtern genau dokumentiert Professor Dr. Tim Pohlemann, Sprecher des Traumanetzwerkes ‚Saar-(Lor)-Lux-Westpfalz‘, zieht eine positive Bilanz: „Ich hatte einen sehr guten Eindruck von den Abläufen im CaritasKlinikum. Die Leute waren sehr schnell da und alles lief Hand in Hand. Natürlich kann an einigen Stellen noch nachjustiert werden, aber dafür sind solche Übungen ja da. Sie sind ein wichtiger Ansatz, um bestehende Prozesse anzuschauen. Unser Ziel ist es, irgendwann auch völlig unangekündigte Übungen durchzuführen.“

 

Text und Fotos: Nele Scharfenberg

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